Einleitung

In einer Fantasiewelt, eines 2073 erschienenen Romans von Michael Ende, ist die Gesellschaft der grauen Herren am Werk. Sie versuchen, alle Menschen dazu zu bringen, Zeit zu sparen. In Wahrheit werden die Menschen um ihre Zeit betrogen; während sie versuchen Zeit für später zu sparen, vergessen sie, im Jetzt zu leben. Denn Zeit kann man nicht sparen wie Geld. Je mehr man versucht, Zeit zu sparen, desto „kürzer“ werden die Tage und Wochen.

Marcel F. 26 und Daniel W. 21, sind nur zwei Namen, sind nur ein paar Zahlen im System. Sind weiter nicht wichtig, sagen sie doch so wenig über uns aus. Namen, die wir rufen, mit denen wir uns vorstellen, begrüssen, Zahlen die uns einordnen und nach denen wir ständig suchen. Nummern die mich an Häftlinge in Gefängnissen erinnern. Barcodes die ich mir nicht merken will. Mich wundert nichts mehr.
Immer unpersönlicher, vom eigenen Schatten gejagt, wird diese Gesellschaft in der Resignation - der Nachbar hält sich vor lauter Einsamkeit eintausend Wellensittiche und keiner hört ihn schreien. In China lässt eine Firma die Decken weiter nach unten versetzen, weil sich zu viele Arbeiter erhängt hatten. Öl ist mehr wert als eine ganze Nation. Mich wundert nichts mehr.

Menschen sind so einfach wie kompliziert, sind so interessant wie unnötig und gut wie böse. In einer Welt, in der graue Herren unsere Zeit dirigieren, sind Frustrationen und Probleme die Struktur der davon fliegenden Jahre. Wir kaufen nützliche Dinge die uns versprechen den Stress zu minimieren, unentwegt klingeln sie, klopfen an und wir sind mit nichts zufrieden. Zwischen E-Mails und Socialcommunity, zwitschern kleine blinkende '‘Klick mich an‘‘ Mails die uns bessere Potenz und einen längeren Schwanz versprechen. Probleme, von denen ich nicht mal wusste, dass ich sie habe. Probleme. Das Haarspray hält nicht wie versprochen, die teure Uhr geht schon wieder 5 Minuten nach, der Fernseher ist nur HD Ready nicht Full, mein Akku ist leer und heute ist auch noch vegetarischer Mittwoch in der Kantine. Probleme.
Werbesprüche sugerrieren uns, dass wir geizig sein dürfen und dass die Kiste vor uns eine besserer Auflösung als das eigene Leben hat. Wenn ich von Stress gelenkt mit 180 km/h im Mittelklasse Wagen über die Autobahn rase um Zeit zu sparen, verstecke ich mein schönes neues Smartphone, um keine Strafe zu provozieren. Wir haben es nicht leicht und mein Akku ist leer. Wie arrogant können wir sein? - wann haben wir verlernt zwischen den Zeilen zu lesen? - wo führt diese Ignoranz hin? Wir bewegen uns immer schneller und haben kaum noch Zeit zur Reflektion. Mein Akku ist leer ...

Wir halten an, schleichen weiter, drehen alles um, steigen an dieser Station aus und fahren in jede erdenkliche Richtung weiter. Die Wohnung ist gekündigt, sämtlicher Besitz verschenkt oder verkauft, Verträge beendet und zerrissen. Wir beseitigen den Überfluss und tauschen ein sicheres Bett gegen die Ungewissheit von morgen. Das Handy gegen Stift und Papier, die Zimmerdecke gegen den Sternenhimmel und die kahlen Wände gegen die bunten Farben der Welt. Wir nutzen die ersparten Jahre und tauschen sie gegen die Schönheit jeder einzelnen gelebten Sekunde. Ich bin dankbar heute einen Weg gehen zu dürfen, von dem es sich herauszufinden lohnt, ob er der Weg zu inneren Ruhe ist...

Begleite uns auf einer Reise ins Glück und nimm dir ein wenig Zeit dich inspirieren zu lassen, sei dabei und lerne aus unseren Fehlern und Erfolgen. Lausche den Worten und sieh in die Gesichter der Menschen auf unserem Weg. Begegne den einfachen Menschen dieser Zeit, sei naiv, verspielt, träume und glaube wieder an Zauberei. Hör auf zu denken, fang an zu fühlen - folge nicht der Herde – sei ein Vorbild, mach alles aus purer Liebe. Der Weg ist das Ziel ...

Marcel F. 28.05.2012

Reiseberichte

Reisebericht 01:

18.06.12 - "Flüsterpost"

Den Fernseher aus zu machen und zu verkaufen viel mir überraschend leicht. Ich steh schon auf paar Sachen wie zB. die 5 New Yorker die nur am saufen sind, aber seid der Typ mit seinem Messer keine Abenteuer in der Wildnis mehr erlebt fangen die 14 Minuten Werbe Blogs an mich zu nerven und nachdenklich zu machen.

Vor lauter Langeweile zapp ich durchs Programm und finde nur Werbung für Zeitfresser Online Games, Banken und Versicherungen. Online Schuh oder Reise Portale, Wiederholungen, Wiederholungen, Wiederholungen und falsche Dokumentationen die mich langweilen, täglich grüsst das Murmeltier. Für was sollen wir noch mal GEZahlt haben? Balast - weg damit.
Vor lauter Freude über diese längst überfällige Erkenntnis, hätte ich den Fernseher gerne aus dem Fenster geworfen, soll die Nachbarschaft nur wieder was zum tuscheln haben. Flüsterpost Gespräche am heimischen Gartenzaun, jeder ist in seiner Rolle, keiner kommt da raus. Diese Chaos WG, niemand weis wie viele dort hausen, ständig gehen Leute ein und aus und jetzt noch dieser Hund. Wie dünn der ist, tz tz tz. Schrecklich, denn Tierschutz sollte man Alamieren. Da ist schon wieder einer von den Hippis, ''Ja guten Tag, mit einem Grinsen, was für ein schöner Hund, Ja ja...''
Keiner Fragt nach, alle wissen. Ich glaub so ist es ihnen Lieber, eine heile Welt mit schwarzen Schafen. Was sollen sie ihren Kindern den sagen, wenn Onkel Jürgen rumschreit, und Tante Inge zum Weinen in den Keller geht ?
Wir haben unsere Wände Weiss gestrichen, die Küche und so vieles mehr verschenkt, verbrannt und weggeschmissen. Heute tauschen wir die Wände mit der Welt, die Decke mit den Sternen, tauschen ein sicheres Bett mit der Ungewissheit von Morgen.
Bald gehts Los, ich freu mich drauf...

mehr lesen...

zuklappen

Reisebericht 02:

22.06.2012 - "Die Boote 1.Teil"

Schon vor Wochen hat ein Freund uns Versichert wir könnten sein altes DDR Faltboot für die Reise haben. Wir verließen uns auf sein Wort und strichen diesen wichtigen Punkt auf unserer langen Liste der Erledigungen. Er selbst hatte es vor ungefähr einem Jahr von einem bekannten geschenkt bekommen und es seid dem in der Garage verstauben lassen.

Voller Vorfreude fuhren wir zwei Wochen vor Abreise zu ihm, bauten das alte Ding zusammen und erklärten es für unser Abenteuer als ausreichend. Noch während Wu und ich Rätselten wie wir es nach Hause bringen können, meint unser "Spezl" er habe im Internet gesehen das diese Art Boot noch gut 600 – 700€ kosten kann und diese hätte er jetzt gerne von uns. So war das nicht geplant, so geht das nicht. Niedergeschlagen und von ihm genervt setzten wir uns in die S-Bahn und machten uns auf dem langen Heimweg von Karlsfeld nach Petershausen. Wu war der erste der das alte, rote Kajak an einer Garage hängen sah. Aus der Bahn schwer zu sagen ob es das richtige für uns ist, also raus und ab zu dem Haus. Gar nicht einfach es zu finden aber nach langem hin und her, sahen wir das von Moos bewachsene Ein man Kajak an einer alten Scheune hängend, am Rand von Dachau in Bayern.
Noch bevor wir wissen was wir sagen wollen, drück ich auf die Klingel und es erscheint eine alte, freundlich schauende Dame. Schnell ist unsere Geschichte erzählt und sie ruft ihren Man zu Hilfe, dem wir noch einmal von vorne unsere Pläne schildern. Er nimmt das Telefon um seinen Sohn zu Informieren dem offensichtlich das Boot gehört. Ein drittes Mal und nun geordnet erzählen wir was wir im Begriff sind zu tun.
"Mit nem Boot, Gepäck und Hund die Donau runter bis ans schwarze Meer. Danach wohin der Wind uns treibt, wie lange ist egal, wer kann das schon sagen? So vieles gibt es zu entdecken, so vieles wollen wir sehen"
Fünf Minuten später laufen wir mit unserem 4,80 Meter langen, ersten Kajak durch die Pampa, zwei Km Richtung S-Bahn Station Hebertshausen. Über Glücklich steigen wir zur rushour in die völlig überfüllte Bahn. Als ich vorne schon drin bin und Wu noch vier Meter weit draußen, fährt ein Junge mit seinem Fahrrad unten durch und Jubelt. Die Müden Gesichter der Menschen werden wach, flüchten vor uns ein Abteil weiter während sie tuscheln und sich nicht entscheiden können ob sie Fasziniert oder empört Reagieren sollen. Ich nehme ihre Gespräche nur am Rand und nur mit einem Ohr wahr, bin mit meinen Gedanken längst wieder bei den Worten der Familie Popp.
"Nehmt das alte Ding ruhig mit, schreibt uns ne Karte wenn ihr da seid, wo auch immer (Da) bedeutet, wir wollen kein Geld von euch... Euer Mut und die Entschlossenheit in euren Augen ist es wert euch zu helfe" Menschen denen wir zuvor noch nie begegnet sind.
Sie machen uns Hoffnung...

mehr lesen...

zuklappen

Reisebericht 03:

02.07.2012 - "Die Boote 2.Teil"

Das erste Boot liegt in der Scheune, Dreckig, bewachsen mit Algen und Moos. So gefällt es uns, so soll es bleiben, nur leider reicht es gerade mal für einen von uns drei. Ein zweites Boot, ein größeres für Gepäck und Hund samt Fahrer muss her.

Ich suche Nächte lang durch Zeitungen und Internet, schreibe gefühlte hundert Mails und telefonier mit vielen Leuten überall in Deutschland. Die meisten erreiche ich nicht, die anderen verstehen mich nicht, sie alle, wir alle brauchen Geld, haben keine Zeit und sind genervt. Kaum Zeit und noch weniger Geld bis zum großen Tag. Im Hinterkopf ein Berg an Aufgaben.
Einer der Menschen am anderen Ende der Leitung war Bernd und ich hoffe das es an dieser Stelle in Ordnung ist seine Geschichte zu erzählen. Bernd hat ein Boot, ein weiteres Ein Man Kajak nur, aber er würde es uns schenken. Ich sage ihm das ich weiter suchen muss um ein größeres zu finden. Ich suche noch eine ganze Nacht von Rostock über Regensburg bis nach Rosenheim. Draußen wird es schon wieder Hell als ich im 70Km entfernten Reimlingen auf ein Schlauchboot treffe. Langsam wird’s auch Zeit, in wenigen tagen haben wir keine Wohnung mehr und wollen, müssen, können endlich los. Ein Schlauchboot für 2 Personen, platz für Gepäck und Hund. Wohl nicht Ideal wegen der Gefahr des leck schlagen und sinken, aber Ohhh Kai - in der Not frisst der Reisende Fliegen.
Ich versichere dem Verkäufer das wir es nehmen, Nein wir brauchen es sogar unbedingt und der Preis von 100€ ist zu verkraften, er soll es bitte aus dem Netz nehmen ich muss nur noch einen Weg finden die Strecke zu ihm hin und mit samt Boot zurück zu kommen. Zwei Tage später finde ich jemanden der es mir ermöglicht, rufe erneut an und will eine Uhrzeit ausmachen. ''Das Boot ist schon weg, da war gestern einer da der hat's direkt mitgenommen, Servus und machs guad''
Enttäuscht und Hilflos fange ich an die Wohnung zu streichen, Bau die Küche ab und versuche die arbeit von zwei Wochen in drei Tagen zu bewältigen, da fällt mir Bernd wieder ein. Er und sein Boot sind 110Km entfernt und meine Möglichkeit das Boot zu holen hat keine Dachgepäckträger. Wir telefonieren eine weile miteinander, reden über seinen Unfall und das künstliche Kniegelenk. Reden darüber wie seine Frau ihn verlassen hat nachdem er auf Grund seiner Verletzung nicht mehr arbeiten konnte und jetzt Harz4 beziehen muss. Reden darüber das er mal sehr sportlich war, jetzt aber nicht mehr kann. Er will uns Helfen, will uns das Boot schenken und nach kurzem überlegen sagt er das es schon geht. ''Was geht?'' Frage ich, ''na ich bring euch das Boot vorbei Heute noch wenn du Zeit hast.'' Zeit ist wohl das einzige das ich habe, auch wenn sie gut gefüllt ist mit Aufgaben von allen Seiten.
Wenige Stunden später fährt ein Auto mit Kajak oben drauf über meinen Hof. Ein Lebensfroher Mensch steigt grinsend aus und kommt schwer fällig auf mich zu. Seine Geschichte ist Traurig auch wenn er versucht zu Lächeln. Ich sehe den Schmerz in seinen Augen, will nur wenig von unseren Plänen erzählen, es kommt mir nicht gerecht vor, denn auch er würde solch ein Abenteuer gerne Leben, er sagt es, ich weiß es. Es geht nicht. Das Amt will sein Auto erzählt er mir, er könne ja die Öffentlichen nehmen. Keine Ahnung wie es weiter geht.
Bernd hat mir mal wieder gezeigt das es unter den ganzen Zombies und Idioten immer wieder Menschen gibt die sich nicht ihrer Guten Seele berauben lassen, auch wenn es oft schwer ist Gut zu bleiben. Ein Mensch der mich noch nie zuvor gesehen hat, schenkt uns sein Boot und fährt dafür 220Km, einfach nur um uns zu Helfen.
Er macht uns Hoffnung...

mehr lesen...

zuklappen

Reisebericht 04:

06.07.2012 - "Die Boote 3.Teil"

Zwei Kajaks liegen in unserer Scheune. Eines voller Algen und Moos, eines ohne Lackierung. Zwei Boote wie wir sie wollten, alt und mit Geschichte. Doch jetzt wo der tag der abreise näher rückt, wird mir immer mehr klar das wir keine Ahnung haben.

Was wir haben ist vielleicht, Mut, Zeit, Entschlossenheit und Sinn für Humor, aber wir haben keine Ahnung. Ich bin noch nie in so einem Ding gesessen, immer wieder stehen Worte im Raum wie ‘‘Eskimorolle‘‘ und ‘‘Oh mein Gott, Jungs ihr geht drauf‘‘ Erstmal bin ich viel zu jung zum sterben und das wird dieser ‚‘‘Gott‘‘ von dem ihr immer sprecht auch wissen und zweitens kenn ich keinen Inuit der mir diese Rolle beibringen könnte. Wir machen das schon wird in diesen Tagen zum meist gesagten Satz. Doch immer mehr bekomme ich das Gefühl die Leute könnten ausnahmsweise Recht haben. Das größte Problem ist und bleibt das wir mit diesen Booten keinen Platz für Browny haben. Ihn zurück zu lassen steht nicht zur Diskusion.
Ich glaube immer mehr daran das die Dinge so passieren wie sie sollen. Wir musten uns nun trotz allen guten und schlechten Erfahrungen der letzter Zeit entscheiden wie es los geht. Um Browny nicht zurück lassen zu müssen und den sommer nicht an sich vorbeiziehen zu lassen während wir auf der suche nach einem geeignetten Boot sind, haben wir beschloßen mit Fahrrädern, Hund und Gepäck, richtung Ungarn aufzubrechen. Wir verabredeten uns für Dienstag in Petershausen und bezogen quatier bei unseren werten Erzeugern. Was für mich ein paar Tage in Igling bei Landsberg am Lech bedeutete. Gutes Essen, viel schlaf, kein Stress als Kontrast Programm zu den letzten Wochen.
Beim Spazieren gehen und Eis essen mit meiner Mutter sah ich ein Boot, ein Canadier in einem Geschäft hängen. Fragen kostet nichts, zumindest noch nicht. Also rein und ab an die verkaufstheke. Ein wie die Bayern sagen würden, ‘‘Naturbursche‘‘ steht in dem kleinen Outdoorgeschäft zusammen mit seinem Hund. 400€ will er haben. Es ist schon alt und er vermietet es nur noch selten. Die Leute wollen ein zwei Mann Kanu fürs Wochenende, nicht sowas großes. Vier Personen samt Gepäck passen rein, wiegt nur 32Kg, damit wollte er vor Jahren mal die Donau runter bis ins schwarze Meer. ‘‘Aber die Leute erzählen immer nur‘‘ schimpft er. Der eine hat sich verliebt, der andere wurde befördert. Monate lang hatte er sich auf die Reise vorbereitet, den laden gab es damals noch garnicht. "Aber alles hat was gutes man muss nur lernen es zu sehen", sagt er und erzählt wie durch die Vorbereitung eine gute Ausrüstung zu besorgen und sich mit dem Thema zu befassen, sein Interesse an Outdoorbedarf geweckt war. Nachdem seine Freunde abgesprungen und für ihn alleine das geplante Abenteuer nicht das selbe gewesen wäre, machte er mit dem gesparten Geld diesen kleinen, gemütlichen Laden auf. Das damals unglaublich teure Kanu als aufhänger, wurde oft ausgeliehen. Nun steht er hinter der Theke, seinen Müden alten Hund zu Füssen, schaut er fast traurig als ich ihm unsere Geschichte erzähle. Ich bezahle die hälfte sofort und den Rest wenn ich es am Donnerstag abhole.
Wir sind wieder beim Grundplan, Wu, Ich, Browny mit samt Gepäck und sogar mein Bruder Tony hat zeit für ein paar Wochen, er kann mit, denn jetzt gibt es genug Platz für alle und alles. Wo genau wir Los fahren wissen wir immer noch nicht, es ist egal, der Rote Faden ist gespannt und darf am Ende gern wie ein Spinnennetz kreuz und quer durchs Land führen.
Als ich das Geschäft verlasse sagt er. ‘‘Ich hätte fahren sollen, ich seh den gleichen glanz in deinen Augen wie ich es seiner Zeit gespürt hatte‘‘ Er wünscht mir alles gute, ‘‘man muss seinen Träumen folgen, ihr macht das richtige‘‘ ruft er mir nach.
Ich finde er hat Recht, wir sind schon auf dem Weg...

mehr lesen...

zuklappen

Reisebericht 05:

Tag 1 - 14.07.2012 - "Der Weg ist das Ziel"

Gestern haben wir das Boot mit Glasfasermatten und Zwei-Komponentenharz repariert. Nicht das es wirklich kaputt gewesen währe aberse näher rückt, wird mir immer mehr klar das wir keine Ahnung haben.

Gestern haben wir das Boot mit Glasfasermatten und Zwei-Komponentenharz repariert. Nicht das es wirklich kaputt gewesen währe aber die Jahre hatten doch die ein oder andere Narbe an der Unterseite hinterlassen. Frischer, weißer Lack und ein großer, roter Punkt ließen es wie neu aussehen. Der Punkt erinnerte mich aber zu sehr an die japanische Flagge, also malten wir im ein geschwungenen Schwanz so dass es nun wie ein Spermium aussah. Der Anfang des Lebens. Passend für unser Vorhaben und bezeichnend für ein Boot voller Männer.
Kurz hinter Thundorf stiegen wir an einer seichten Stelle ein, verabschiedeten uns von den Eltern und brachen auf ins Ungewisse. Ein schönes Gefühl. Browny verhällt sich ruhig und beobachtet alles ganz genau. Besser als ich es mir vorgestellt hatte kommen wir voran, fischen zwei Äpfel aus dem schnell fließenden Wasser der Donau, lachen, machen Witze und singen Lieder von Hans Söllner. Nach gut vier Stunden machen wir Rast und werden von freundlichen Menschen auf ein Bier eingeladen. Sie feiern Geburtstag unter einem Pavillion mit Bier, Grill und guter Laune. Nette Menschen aber wir müssen weiter. Browny bekommt noch schnell ein Stück Fleisch und wir sind wieder auf dem Weg. Zwischendurch begegnen uns die ersten, großen Lastschiffe und beim Veruch von rechten Ufer zum linken zu wechseln, rammen wir Frontal eine Boje. Ich habe lange nicht mehr so viel gelacht.
Jede nächste Stadt ist Passau und dann doch nicht; Und wieder nicht. Aber hinter der nächsten Kurve, das muss Passau sein. Vier Kirchtürme, eine rießige Brücke, „das muss es jetzt aber sein!“ schreien wir einem Passanten auf der Brücke zu. „Nein, das ist Vilshofen. Bis Passau sind es noch 20 Kilometer. Aber hier gibt es heute ein großes Feuerwerk! Das müsst ihr euch anschauen!“. Gesagt - getan. Etwa 200 Meter später stehen wir auf einer Insel mit bester Sicht auf die Brücke, wo das Spektakel „Donau in Flammen“ stattfinden soll.Tony macht Feuer, ich bau das Zelt auf und fahr die wenigen Meter Stromaufwärts zurück nach Vilshofen um Getränke einzukaufen. Angekommen lerne ich die Dorfjugend und zwei amerikanische Austauschstudenten kennen. Ich spreche mit ihnen über das Land, das Leben und über die Menschen in Amerika. Er versichert mir, dass niemand Bush gewählt hat. Wir lachen, trinken ein Bier und ich verabschiede mich.
Tony hat es geschafft, trotz nassem Holz, ein Feuer zu machen und wir sehen uns gemeinsam mit Browny das überwältigende Feuerwerk an. Doch für ihn ist das alles zu viel. Er bellt und springt rum und obwohl wir versuchen ihn zu beruhigen, ihn zu halten ist er wenig später ausser Kontrolle. Ich suche noch eine Weile mit einer Taschenlampe die Insel ab und kämpfe mich dabei durch zwei Meter hohe Brennesselfelder. Aber er ist weg.

mehr lesen...

zuklappen

Reisebericht 06:

Tag2 - 15.07.2012 - schlauer, kleiner Mistkerl

Die ganze Nacht habe ich geträumt das sie ihn gefunden haben.Er war schon fast in Spanien, sagte ein Mann im grünen Anzug und ich denk mir noch ''dieser schnelle Mistkerl'' Immer wieder höre ich ein rascheln, schreckta auf und renne aus dem Zelt in die dunkelheit. Nichts als Stille und das leise rauschen der Donau. Tausend Gedanken schießen mir durch den Kopf, nicht sehr weit entfernt am anderen Ufer ist eine große Strasse.

Gegen 7 Uhr muss ich raus, ich kann nicht still sitzen. Voller Sorge brauche ich mit dem Kanu nicht mal 10Min. bis Vilshofen und laufe überall entang, frage jeden den ich treffe, der 4te ist Genau der richtige, er gibt das ganze an die Polizei weiter und wenn ihn jemand anderes findet ist der zu dem der Hund gebracht wird. In einem Cafe schenken sie mir einen Esspresso, ich bin auf 180 und kurz davor mich zu übergeben. Keiner hat ihn gesehen. Der Radiosender "Unser Radio auf 93,9" sendet einen mitschnitt meines Anrufs ab Heute jede Stunde, die Tierrettung sucht nach ihm und auf dem Weg zurück zur Insel von Tony, muss ich mich schlargartig Übergeben.
Tag 2 und schon sieht es wieder so aus als wäre das Glass halb leer. Das Schicksal geht manchmal komische Wege. So schnell dieser liebenswerte Hund vor knap 365 Tagen gekommen ist, so schnell ist er auch wieder gegangen.
Langsam geht die Sonne unter, zusammen mit den Freundlichen Menschen des Örtlichen Radiosenders habe ich noch Stundenlang gesucht, doch es fehlt jede Spur. Meine Stimme versagt langsam, wie auch meine Stimmung.
Morgen bringt die Zeitung einen Artikel mit Bild raus, mal sehen, desto mehr Leute wissen wie er aussieht und wie sie mich erreichen können um so besser. Ich hoffe das er auf Menschen trifft die ihm helfen. Ohne meinen Bruder könnte ich diese Studen nicht gut überstehen, er spricht bewust von anderen Dingen, kümmert sich ums Zelt und das Feuer, wie reden über alles mögliche und er erzählt von seinem Tag auf der Schwaneninsel kurz hinter Vilshofen. Er hatte mit freunden seiner Zeit als Tierpfleger in einem risiegen Hundegnadenhof telefoniert und beim SoS Projekt den Chip in Brownys Hals Aktivieren lassen. Wenn ihn jemand findet und meldet, bestätigt dieser Chip mich als Besitzer und bekommt meine Nummer sowie Adresse.
Wu und Anja befinden sich noch im 20 Km entfernten Passau, sie versuchen von dort aus die umliegenden Tierheime zu erreichen.
21:16 Jemand hat ihn gefunden
Er war etwa 4Km entfernt an Land gegangen und ist dann völlig durchnässt bei einer netten , dieser Liebenswerte, schlaue Mistkerl. Ein Tag voller ungewissheit und Angstgeht mit einem Happy End vorbei, jetz ein Feuerwerk zur Feier des Tages...

mehr lesen...

zuklappen

Reisebericht 07:

Tag 3 - 16.07.2012 - „Unser Radio“

So wie Gestern das Glas halb leer war läuft es heute förmlich über. Sehr früh bin ich nach Vilshofen gefahren und habe mich bei allen Helfern bedankt. Lange habe ich nicht mehr soviel Hilfsbereitschaft und Freundlichkeit erfahren. Besonders bedanken möchte ich mich bei der Vilshofener Tierrettung und dem Radiosender „ Unser Radio“ für die ich später am Tag und dann bereits in Passau angekommen, ein Interview geben darf.

Doch zuvor mussten wir unsere erste Staustufe bestehen. Gar nicht so einfach wenn man plötzlich auf ein riesiges Kraftwerk zufährt und im ersten Moment nicht weiß wohin. Doch dann auch nicht so schwer weil alles erklärt ist: „Liebe Kanuten! Wägen zum Umtragen der Staustufe stehen im Häuschen zu ihrer Rechten bereit,. Bitte diesen nutzen und wieder zurück stellen. Vielen Dank und gute Fahrt“
Nicht einfach, aber nicht unmöglich, einen Wagen ins Wasser und dann los, zumindest Theoretisch. Für Ein-Mann Kajaks sicher passend, brauchen wir für unser Vier-Mann Kanu gleich zwei Wägen. Bis zur Hüfte rein ins Wasser; sitzt der erste Wagen lässt sich aber nicht befestigen. Mit Ausrüstung wiegt das Ding fast 80 Kg und die müssen vorne angehoben werden, damit der zweite Wagen drunter passt. Schweißgebadet kommen wir 800 Meter und gut 10 Meter tiefer gelegen an der Donau an und alles geht in umgekehrter Reihenfolge von vorne Los. Nichts ist unmöglich und selbst der immer wieder aufkommende Regen kann unsere Gute Laune nicht vermiesen. Passau. Wir sind endlich in Passau. Legen an der Ortsspitze unser Boot, an einem Steg für Kreuzfahrtschiffe an und treffen hier auch schnell auf Wu und Anja. Die beiden waren für ein paar Tage bei Freunden untergekommen, die hier studieren. Nach dem Motto eine Hand wäscht die andere gebe ich dem Radio ein kurzes Interview. Beantworte der sympathischen Reporterin bereitwillig ihre Fragen. Wo kommt ihr her?? Wo geht es hin? Wie geht es Browny? Noch ein kurzes Foto von uns und Browny und dann heißt es Leinen los. Wir verabschieden uns von Luki und Bernhard die durch unsere Erzählungen selbst Lust aufs Reisen bekommen.
Der Inn fließt an dieser Stelle in die Donau und das Wasser wird dreckig. Wir fahren noch eine Weile, versuchen im nun völlig überladenen Boot unseren Rythmus zu finden. In Schlangenlinien geht es mal links, mal rechts vorbei an Bojen, Ausflugsdampfern voller fotografierenden Papageien und Wasserskifahrern. Wir haben gute Laune, erzählen uns Geschichten der letzten Tage und selbst das Wetter meint es gut mit uns.
Als wir das erste mal österreichischen Boden betreten ist es fast dunkel. An einem Steg legen wir an, bauen die Zelte auf und entladen das ächzende Kanu aus. Zur Feier des Tages beschließen wir im nahegelegenen Restaurant essen zu gehen. Es schmeckt vorzüglich, auch wenn die Hauskatze mit einer Maus im Mund unseren vierbeinigen Freund zum Verzweifeln bringt. Ein schöner gemeinsamer Abend den wir mit Bier begießen.
Zum Abschluss lernt Browny beim Spazieren gehen noch die Bedeutung von Elektroviehgattern kennen und jault bei der Berührung erbärmlich auf. Den Gaul scheint das nicht sonderlich zu stören er schnaubt nur leise und könnte er sprechen würde er sicher laut lachend sagen: „Ja dummer Hund, so was bauen deine besten Freunde“

mehr lesen...

zuklappen

Reisebericht 08:

Tag 4 - 17.07.2012 - Faden für Faden

Acht Uhr. Er schläft noch, streckt aber alle Viere von sich. Obwohl mein Bruder und ich noch vom Schlaf verkrustete Augen haben, ist das wohl der perfekte Zeitpunkt um die Fäden von Brownys OP zu ziehen. Tony lenkt ihn gekonnt ab während ichmit Nagelschere und Pinzette bewaffnet, zitternd Faden für Faden ziehe. Für keinen der Beteiligten ein großes Problem und die Sache ist in weniger als drei Minuten erledigt. Ihn kastrieren zu lassen war keine leichte aber die richtige Entscheidung.

Von der naheliegenden Gaststätte bekomme ich Kaffee umsonst. Im Gegenzug verspreche ich sein Restaurant auf meiner Homepage zu empfehlen. Mit Kaffee geht es leichter, so ist es auch an der für uns zweiten Schleuse etwas einfacher als vor Tagen an der Ersten. Wohl aber auch weil Wu und Anja nun dabei sind und mit anpacken können. Auch das Rudern geht nun leichter von Hand denn ein PS mehr, soweit man Wu als Pferd bezeichnen darf, macht einiges aus.
Anja liest uns aus dem Buch „Schöne neue Welt“, das ich als Kind schon mal gelesen aber sicher nicht verstanden habe vor. Eine schöne Utopie mit vielen Parallelen zu unserer Welt. Es ist gut ein Beta zu sein! Kaki ist eine scheußliche Farbe.
Das allgemeine Gefühl heute ist nass. Alles ist von Oben bis Unten nass. Seit Tagen regnet es immer und immer wieder so das es unmöglich ist die tropfenden Sachen vom Vortag zu trocknen. Für die vielen Fahrradfahrer geben wir alle sicher ein witziges Bild ab. Gegen Abend sterben wir fast vor Hunger und suchen ewig nach einem geeigneten Lagerplatz. In einer schönen Bucht, in der zwei selbstgebaute Katamaran-Haus-Boote liegen, die uns Unterschlupf bietet machen wir halt. Eines der zwei Kunstwerke besitzt den Antrieb eines umgebauten Traktors. Dieser funktioniert wie eine Art Schaufelraddampfer.
Ein schönes Plätzchen mit freilaufenden Hühnern, Hasen und Bergziegen. Wir schaffen es über dem Feuer das Wasser für unsere Nudeln zum Kochen zu bringen und verputzen zu viert ein Kilogramm Nudeln mit Carbonara und Mais. Leider hat an der ausgeworfenen Angel kein Fisch angebissen. Entweder mögen sie kein Mais oder sie sind einfach zu schlau für uns. Der Haken kommt blank wieder raus doch auch ohne Fisch lassen wir den Abend gemütlich am Feuer seinem Ende zugehen.

mehr lesen...

zuklappen

Reisebericht 09:

Tag 5 - 18.07.2012 - Huhn am Haken

Der Hahn kräht viel zu früh und als ich rausgehe um ihn zu fragen was er sich dabei denkt schreit ein Angler mir entgegen, dass ich schauen soll was ich gefangen habe. Völlig verpennt denke ich im ersten Moment das die Angel im Wasser ist und ein Fisch dranhängt. Sie liegt neben uns am Boden und es hängt ein Huhn daran. Der Hahn kräht drei Meter weiter und ich bin mit der Situation im erstem Moment überfordert. Doch dann wird schnell alles klar: Wir haben die Angel im Gras liegen lassen, das Huhn hat den Haken aufgepickt, ihn gefressen und hängt nun fest. Der Hahn schimpft und flattert vor Panik.

Der Haken lässt sich nicht lösen und wir schneiden ihn ab. Es ist klar dass, dieses Tier langsam verbluten wird und das nur weil wir die Angel mit Haken einfach liegen gelassen haben. In mir fällt die Entscheidung Browny das nötige übel erledigen zu lassen. Ab von der Leine – Kommando los – es dauert keine fünf Sekunden, „Feiner Hund“.
Wir rupfen das Huhn, nehmen es aus, schmeiße die Innereien zu den Fischen und es gibt Chicken Wings zum Frühstück. So schmeckt also ein echtes Huhn, das ganze hat wenig zu tun mit dem was ich bisher gegessen habe. Ich beschließe nie wieder zu McDonalds zu gehen. Der Hahn schreit noch immer und nur weil ich ihn beim abfahren mit einer anderen Henne sehe, komme ich mit dem Gedanken klar zum Frühstück ein Tier getötet zu haben.
Der Angler sagt uns das wir zu 95 Prozent untergehen und erzählt uns das so ein grüner Versenker kommen wird, der uns untergehen lässt.
Das Wetter ist immer noch launisch , ständig regnet es und wir haben kaum eine Chance das seit Tagen nasse Zeug zu trocknen. Sieben Kilometer weiter legen wir an einem kleinem Café / Bistro an, bekommen Kaffee umsonst weil wir erzählen woher wir kommen und wo wir hin wollen. Es gibt Gulaschsuppe, Bier und Speckbrot. Sehr gut, jetzt geht es gestärkt weiter. Die Sonne kommt raus und wir haben einen guten Rhythmus gefunden. Schnell kommen wir voran bis die nächste Staustufe uns erneut ausbremst. Die Donau könnte so schön sein, gäbe es die vielen von Menschen errichteten Kraftwerke nicht. Bereits viele Kilometer vorher hört die Donau auf zu fließen und uns brennen die Arme. Die Natur um uns herum entschädigt zwar vieles aber hier und da schaffen wir Menschen es trotzdem mit Jachthäfen und Hotels diese Idylle zu zerstören. Staustufe, Boot raus, auf einen Wagen mit platten Reifen, 800 Meter weiter und das selbe Rückwärts. Lustig vor allem weil die Ein- und Ausstiegsstellen sehr rutschig sind und wir kaum den Halt finden, das Gewicht vom Boot auszugleichen. Kaum im Wasser, öffnet sich die Schleuse und unser Kanu wird kräftig gegen die Steine geschlagen. Alle 5 Sekunden eine Welle von der Seite macht es unmöglich einzusteigen, um ein Haar hätte ich die Zehenspitzen zwischen Boot und Stein gehabt. Lästige Menschen bauen lästige Dinge. More Trees, less Assholes!
Wenig später legen wir an einem Kiesstrand an und gehen Einkaufen. Brot-Butter-Käse-Wurst und natürlich Bier. Wir überlegen hier zu bleiben, während wir Brotzeit machen, ohne Zelt einfach mitten in der Stadt am Strand. Warm eigentlich nicht?
Zum Glück fahren wir weiter und wenige Kilometer weiter in einer Bucht winken uns Leute, die im Garten am Tisch sitzen und trinken, heran. „Wollt ihr hier schlafen?“ Wir mussten nicht einmal fragen sondern wurden direkt eingeladen. Lange habe ich so viel Gastfreundschaft vermisst. Unfassbar coole Leute, von 40 bis 65, empfangen uns mit offenen Armen, Speckbroten, Bier und guter Laune. Anja wird „Butzal“ genannt und wir lachen bis spät in die Nacht. Das was wir hier an Land, Leuten und Leben erfahren dürfen ist das wonach wir gesucht haben.

mehr lesen...

zuklappen

Reisebericht 10:

Tag 6 - 20.07.2012 - Geladene Akkus

Der Tag beginnt mit einem Sprung in den Pool. Die Gastfreundschaft von gestern geht nahtlos weiter mit Kaffee, Brot und selbstgemachter Marmelade. Die Sonne sorgt dafür dass endlich wieder alles trocken wird und unsere Gesichter können nicht aufhören zu strahlen. Die Akkus der Handys, Kameras und des Netbooks sind wieder geladen. Vor allem aber unsere inneren Akkus werden wieder auf Hochspannung gebracht.

Anja verlässt uns heute, Abschied ist immer blöd. Sie schenkt mir das Buch dass sie gerade erst gekauft hat, den Roman „Schöne neue Welt“ von Aldous Huxley und einen kleinen Brief der mich sicher nochmal durch schwere Zeiten bringen wird.
Ab heute also nur noch vier Männer. Wir sind alle geplagt von Muskelkater und zu-viel-Bier-Kater, lassen uns ein wenig treiben, machen Brotzeit im Kanu und selbst die Staustufe ist uns heute gnädig. Ein großer Wagen, keine weite Strecke. So müsst es immer sein.
Kaum in Linz angekommen beginnt es schon wieder zu regnen, da hilft auch die kurze Pause unter einer Brücke nichts, wir werden wieder von oben bis unten nass. Kurz vor Sonnenuntergang laden wir gegenüber vom Linzer Industriegebiet das Boot aus, heben es aus dem Wasser, errichten ein Lager mit Feuerstelle, kochen und essen Nudeln und gehen früh schlafen.

mehr lesen...

zuklappen

Reisebericht 11:

Tag 7 - 20.07.2012 - Erschöpft aber glücklich!

Früh auf den Beinen, besser gesagt auf dem Kanu. Der Rückstau ist deutlich spürbar, obwohl das nächste Kraftwerk mit der dazugehörigen Staustufe noch viele Kilometer entfernt ist. Von dieser Seite aus ist Linz, freundlich ausgedrückt, ein stinkender, rauchender und hässlicher Industriehaufen. So schnell unsere müden Arme können weg von hier.

Zwei Stunden brauchen wir für den eigentlich kurzen Weg zum Kraftwerk. Im Umtragen sind wir schon geübt und wenn die für unser Boot passenden Wägen bereitstehen, geht es recht schnell. Hier fließt die Donau wieder kräftig, so wie es sein soll.
Wir treffen auf zwei Angler. Vater und Sohn die ihr Glück versuchen. Wir wünschen Petri Heil und kommen ins Gespräch. Er erzählt uns das er Dj ist, wir sprechen über unser Etappen-Ziel OZORA in Ungarn. Goa, ja das kennt er und lacht. „Alle verrückt“, sagt er, meint das aber positiv. Wir machen Brotzeit und Browny lässt mal wieder seinen Charme spielen und bekommt zum Abschied eine 1,5 kg Packung „Frolic“ geschenkt.
Wie immer in den letzten Tagen haben wir gute Laune obwohl es ständig regnet. In Mauthausen legen wir an, kaufen Tabak, Bier und jede Menge Essen, verbringen eine Stunde dort und genießen zum Schluss noch einen Döner. Die anfängliche Freude über den schnell fließenden Fluss wird schnell getrübt, da in circa 15 Kilometern das nächste Kraftwerk wartet. Wahnsinn, die spinnen, die Österreicher. Zu allem Überfluss fängt es schon wieder an zu regnen und diesmal ist es kein kleiner Schauer, sondern es schüttet wie aus Eimern. Von oben bis unten nass und keine Aussicht auf Sonne. Wir lachen und singen, fahren trotz Rückstau bis zum nächsten Umtrageplatz und bewältigen auch ihn rasant. Schnell steht das Lager und selbst heute gelingt es Tony ein Feuer zu machen.
Es gibt Kartoffelrösti aus der Packung, die Mücken machen uns das Leben schwer, obwohl der Hund sein bestes gibt, kann er diesen Herrschern an Blutsaugern nicht das Wasser reichen. Erschöpft aber glücklich schlafe ich ein; Morgen scheint die Sonne, da bin ich mir sicher!

mehr lesen...

zuklappen

Reisebericht 12:

Tag 8 - 21.07.2012 - Ein guter Mensch zum Frühstück!

Die Mücken und die Nässe lassen mich sehr früh aufstehen. Als Kontrast zum normalen Frühstück aus Zigarette und Kaffee, trinke ich einen großen Schluck Wasser, schnapp mir den Hund und gehe joggen.

Ich komme nicht sehr weit, was wohl am Frühstück der letzten Jahre liegt. Ein älterer aber sehr fit wirkender Jogger macht zeitgleich Pause. Wir laufen eine Weile ruhig nebeneinander her und er erzählt dass sein Vater Araber und seine Mutter Ungarin ist. Vor 25 Jahren lebte er noch in Syrien und nun in Österreich. Wir sprechen über den Krieg und die grausamen Taten der Mossad. Über den Einfluss Deutschlands und Amerikas. Ein guter Mensch zum Frühstück.
Das Boot ist voller Regenwasser, die Flaschen sind leer und treiben im Kanu. Ich fülle die Flaschen aus den Kanistern und leere das Boot mit einem Schwamm Schluck für Schluck.
17 Tage noch bis zur OZORA und es sind noch fast 500 Kilometer. Man muss kin Genie sein um zu merken dass, das eng wird. Aber wir schaffen es, egal wie. Heute fließt es nur so dahin. Der viele Regen der letzten Tage wirkt sich scheinbar positiv auf die Strömung aus. So muss es sein, die Kilometer fliegen an uns vorbei ohne das wir viel rudern müssen. Von Zeit zu Zeit ein Schlag links oder rechts um die Richtung zu halten.
Das erste mal auf unserer Reise auf unserer Reise begegnen wir zwei weiteren Verrückten im Kanu. Als sie von unserem Plan ans s Schwarze Meer zu fahren hören ist ihre Antwort nur trocken: "Da habt ihr ja noch was vor euch!" brotzeit gibts im Boot und so schaffen wir anstatt der üblichen 30 Kilometer an die 50 bis wir am nächsten Kraftwerk ankommen. Dieses Mal dürfen wir in eine leere Schleuse, groß genug für zwei Lastschiffe. Der Schleusenmeister ermahnt uns das wir Schwimmwesten brauchen und er uns ohne diese nicht schleusen darf. Zum Glück tut er es aber trotzdem. Im letzten Moment tauchen auch die beiden anderen in ihrem Kanadier auf und so sind wir nicht mehr ganz alleine in der sich langsam absinkenden Schleuse.
Stück für Stück geht es etwa 12 Meter abwärts. Luxus pur wenn man an all die Umtragemanöver der letzten Tage denkt. Leider gestaltet sich die tägliche Suche nach einem Schlafplatz heute schwieriger als gedacht. Langsam wird es dunkel und wir müssen raus. Das schlaue Buch des DKV empfiehlt uns einen Campingplatz, bei km 2043. Rechts mit Dusche. Allerhöchste Zeit es fängt schon wieder an zu regnen und wir sind noch nicht mal trocken vom letzten Schauer.
Wieder alles raus aus dem Boot, ich glaube wir haben zu viel Gepäck dabei. Das Haus liegt etwas versteckt und entgegen unseren Erwartungen ist es verschlossen. Auf einem Schild steht: Acht Euro pro Person und Nacht. 24 Euro für eine warme Dusche? Noch während wir diskutieren, wird es endgültig dunkel, also keine andere Wahl mehr.
Wir teilen uns ein Mehrbettzimmer mit einem alten, scharchenden Fahrradfahrer aus Wales. Er ist seit zwei Monaten aus England mit dem Fahrrad unterwegs und nicht sehr gesprächig. Leider hat er nach einem früheren Biss eines Hundes panische Angst vor ihnen. Wir müssen Browny anbinden und darauf achten, dass er ihm nicht zu nahe kommt. Eine warme Dusche für acht Euro pro Person, was solls?

mehr lesen...

zuklappen

Reisebericht 13:

Tag 9 - 22.07.2012 - Unglaublich aber wahr!

Auch beim zweiten mal Joggen komme ich nicht weit. Browny könnte noch eine Ewigkeit. Als ich zurück komme fährt der Engländer gerade los. Wir machen noch schnell ein Foto und er erzählt von den vielen, netten Menschen die seinen Weg gekreuzt haben. zum Abchluss streichelt er Browny über den Kopf und bedankt sich für das nun neu gewonne Vertrauen in Hunde. "Good bye, take care and have a nice time!"

Ein Buntspecht klopft drei Meter vor meiner Nase an einem Baum herum, die Vögel zwitschern und die Sonne scheint heraus zu kommen. Doch kaum die nassen Klamotten an der Wäschespinne fängt es wieder an zu regnen. Ich hänge gefrustet alles wieder ab und als ich schon fast wieder in der kleinen Hütte bin, sehe ich eine Frau im Haus nebenan ihre Wäsche aus der Garage tragen. Ich frage nach undsie bietet mir sofort ihren Trockner an. Bereits eine Stunde später ist alles wieder trocken.
Wir brechen wieder auf. Beim Umtragen der sechsten Staustufe, welche sich wie die hundertste anfühlt, kommt die Sonne endlich wieder raus und es wird wärmer. Ein Angler schenkt uns ein wenig Gras und wir beschließen es für einen besonderen Moment aufzuheben. Wir fahren eine Weile durch kleinere Dörfer und vorbei an einer traumhaften Naturkulisse, direkt in ein wunderschönes Tal. Vor uns erstrecken sich Berge voller Wein, Mirabellen-, Birnen-, und Äpfelbäumen. An einem Zeltplatz machen wir Rast, beschließen aber die 6,60 Euro pro Mann, Nacht und Zelt zu sparen und fahren weiter. Eine gute Entscheidung, denn nur wenige Kilometer weiter werden wir an Land gewunken. Was sich hier ergibt, ist in einem Wort gesagt: "Unglaublich!"
Etwa zehn Leute sitzen vor einer großzügigen Hütte, an Bänken, im gepflegten Garten. Es stellt sich heraus, das dies derörtliche Fischereiverein ist. Sie alle lauschen mit offenen Augen unserer Geschichte und haben tausend Fragen. Browny bekommt ein Eisbein, das seinen Namen aus grrauer Vorzeit trägt. früher wurden aus den Knochen Schlittschuhe gemacht. Dem Hund schmeckts!
Wir bekommen Schmalz- und Schinkenbrote, trinken sehr guten Weiswein aus der Region und lachen gemeinsam mit diesen sympathischen Menschen bist tief in die Nacht. Sie erzählen von vier Jungs, die letztes Jahr mit dem selbem Plan da waren, sich doch nur wenige Kilometer weiter, zerstritten und aufgegeben haben. Zumindest laut Facebook-Update. Wir bekommen das erste Jobangebot bei dem es darum geht eine alte Gaststätte zu renovieren. Wir lehnen dankend ab. Zum Abschied drückt uns einer von ihnen 50 Euro in die Hand und sagt:"Für den Hund". Wir haben keine Chance es zurück zu geben, ob wir wollen oder nicht. Uns begegnen in diesen Tagen Respekt und Herzlichkeit. Mit einem Gefühl der absoluten Zufriedenheit schlafen wir ein und freuen uns auf die Abenteuer und Menschen die noch kommen.

mehr lesen...

zuklappen

Reisebericht 14:

Tag 10 - 23.07.2012 - Frühstück im Paradies

Als ich aufstehe hat der Wachhund zwar nichts gemeldet, ist aber schon fleißig am schmatzen. Wer im was zu Essen gibt kann ja nur ein Freund sein. Auch uns wird ein Frühstück serviert.

Um uns herum die Weinberge, das stetige Rauschen der Donau, Vogelgezwitscher, Kaffee und vor allem Sonne. Beim Spazierengehen greife ich nicht mal zwei Meter neben mir nach einem Pfirsich. Wäre der Fluss zu meiner Linken weiß, würde ich kosten ob es Milch ist. Vorbei an Gemüsegärten, Obstbäumen und gemütlichen Holzhütten geht es zurück zum Zelt.
Wir verstauen unser wenig Hab und Gut im Kanu und machen uns auf den Weg. Die Strömung trägt uns fast schon zu schnell durch dieses Paradies. Immer wieder kleine Burgen und Schlösser zwischen Weinbergen und grüner Natur. Kilometer 2000 kommt immer näher und im Eifer des Gefechts bemerken wir das Kreuzfahrtschiff hinter uns erst als das tiefe, durchdringende Schiffshorn ertönt. Wir paddeln um unser Leben, doch schon nach 50 Metern sind wir in Sicherheit und lachen bis uns der Bauch weh tut. Nach etwa 25 Kilometern werden wir deutlich langsamer. Für die zwei Kilometer bis zur 2000er Grenze brauchen wir eine viertel Stunde. Völlig verwöhnt von der reißenden Strömung der letzte Tage hat keiner die nötige Motivation das Paddel in die Hand zu nehmen. Doch es hilft nichts, bis zur nächsten Hoffnung auf Geschwindigkeit sind es 20 Kilometer. Wir geben gleichmäßig Gas ohne uns zu verausgaben. Bei jedem vorbeifahrenden Schiff denken wir an die Worte des Anglers: „95 Prozent, es gibt so einen Grünen...“ Wir lachen darüber, wir sind besser als die 95 anderen. So wie sonst auch gehören wir zu den fünf die verrückt genug sind um alles zu schaffen. An einem Jachthafen suchen wir nach einer Möglichkeit das Boot in einen nahegelegenen Fluss umzutragen. Vergeblich, denn er ist zu verwachsen.
Ab hier sind es noch sieben Kilometer ohne Strömung bis zum Kraftwerk. Wir beschließen, dass es ab hier ein „gemütlicher Tag“ ist. Schon wenig später sitzen wir kichernd im Boot, reden Blödsinn und versuchen blind geradeaus zu paddeln. Leider nicht möglich. Entweder landen wir dabei rechts in den Bäumen oder drehen uns im Kreis. Die Donau sieht hier aus wie ein See. Weit entfernt am Horizont können wir die Staustufe sehen und uns an ihr orientieren.
Zum Abend hin tragen wir unser Boot in einen kleinen See, genießen die untergehende Sonne und beobachten einen weißen Reiher auf Nahrungssuche. Wie so oft in diesen Tagen, sehen wir die Feuerwehr bei ihren Übungen. Mit langen Steckern stoßen sie sich aus ihren Booten vom schlammigen Boden ab und erinnern dabei an die Flößer aus Venedig. Wie so oft in letzter Zeit sind wir spät dran und bauen kurz bevor es dunkel wird unser Lager(unter Hochspannung) auf. Die Strommasten führen vom Kraftwerk in alle Richtungen und auch wenn von hier aus nichts vom Werk zu sehen ist steht ein Mast direkt neben uns. Egal, für eine Nacht. Zelte stehen. Das Feuer brennt. Die uns am Morgen geschenkten Steaks brutzeln. Für jeden zwei und eine große Packung Kartoffelsalat. „Zur Abwechslung von Nudeln und Reis“, haben sie gesagt. Ein traumhafter Tag geht zu Ende, noch 40 Kilometer bis Wien, noch 400 bis Dunauföldva und von dort aus noch etwas Luftlinie bis zur OZORA. Noch 14 Tage, wir schaffen das.

mehr lesen...

zuklappen

Reisebericht 15:

Tag 11 - 24.07.2012 - Schokolade zum halben Preis

Die Sonne brennt schon sehr früh. Ein Sprung in die Donau hilft nur kurz. Wo ist die Sonnencreme? Überall Taschen und Kisten, fest eingewickelt in Müllbeutel. Ich finde sie schließlich in der großen Kiste, neben dem Kochgeschirr, dem Verbandskasten und dem Hundefutter. Ich habe immer noch das Gefühl das wir zu viel dabei haben, kann aber beim Versuch etwas zurück zu lassen nichts finden das wir entbehren könnten. Die Sonne brennt, es fließt aus allen Poren. Wir sind Glücklich.

An einem Dorf legen wir an und gehen Lebensmittel kaufen. Ein Spar-Markt hat Ausverkauf und vieles gibt’s zum halben Preis. Wir gönnen uns den Luxus und kaufen Schokolade, Studentenfutter, Tomaten, Gurken und einen Orangensaft. Für gerade mal 20 Euro. Aber wer bezahlt wie viel? Der eine mag keine Tomaten, der andere kann mit Schokolade nichts anfangen. Jedes mal alles einzeln zu verrechnen und sich am Ende noch zu streiten wäre unsinnig. Also wird durch drei gerechnet und jeder frisst auf was er Hunger hat. Gerade Geld ist ein schnell provozierter Punkt zum Streiten.
Schon nach wenigen Kilometern endet der ohnehin schon mäßige Strom, weil 16 Kilometer weiter, schon wieder Strom daraus produziert wird. Lästig wie viel davon gebraucht wird. Zum Abend hin, knapp 13 Kilometer vor Wien, finden wir einen Kiesstrand mit hohen Bäumen. Nach jeder Ebbe kommt die Flut, nach jedem Berg ein Tal. Es gibt Reis mit Zwiebeln, Knoblauch, Butter, Salz und Pfeffer. Es fängt an zu regnen.

mehr lesen...

zuklappen

Reisebericht 16:

Tag 12 - 25.07.2012 - Das Künstlerpärchen

Ich mag zwar das leise tröpfeln des Regens auf unser Zelt, trotzdem erwache ich mit einem Lachendem und einem weinenden Auge. Regen bedeutet mehr Wasser in der Donau, dadurch entsteht mehr Strom, was uns Geschwindigkeit bringt. Aber alles andere fällt dadurch schwerer weil es Nass, ungemütlich und Kalt ist. Bewegungen fallen schwerer als sonst und alles ist langsamer.

Ich bade in der Donau, lasse mich ein wenig treiben und als ich wieder an Land komme treffe ich auf ein Pärchen. Sie laden mich auf einen Kaffee ein und wir erzählen Geschichten aus unserem Leben. Sie arbeitet im Theater als Bühnenbildnerin, ihre Leidenschaft gilt aber der Arbeit an Steinen zu Skulpturen. Er ist Schauspieler und als ich ihm verkünde das ich selbst auch stark von diesem Job fasziniert bin, offenbart er mir das allein in Wien 17.000 arbeitslose Schauspieler leben. „Kein Beruf mit guten Aussichten“ , sagt er, „aber es ist eben eine Leidenschaft“
Der Regen wird stärker so das wir beschließen unsere Wertsachen zum Künstlerpärchen zu stellen um mit der Bahn nach Wien zu fahren. Alles ist ein bisschen Stressig schnell und Laut. Zu viele Menschen mit ihren Handys am Ohr, essen im gehen, überall Reklame und durchsagen. Wir laufen entlang des Donaukanals und bewundern die zum Teil sehr guten Graffiti. Moderne Kunst wohin das Auge schaut.
In einem Internetcafé erreichen wir Tina. Sie ist eine Freundin von früher und lebt mittlerweile hier. Schnell ist erklärt wo wir hin müssen und nach zweimal umsteigen mit S- und U-bahn sind wir bei ihr im Haarstudio. Küsschen links, Küsschen rechts und noch schnell ne Flasche Wein gekauft. Wir beschließen essen zu gehen und die 50€ die wir geschenkt bekommen haben auf den Kopf zu hauen. Riesen Portionen die sehr lecker schmecken. Ein Landstreicher kommt vorbei und bedeutet mit den Fingern das er Hunger hat und ob wir oder die anderen Gäste des Restaurants etwas übrig haben. Wir hatten unsere Teller komplett leer geputzt aber viele andere hatten noch Salat und zum teil jede menge übrig. Keiner gibt etwas ab und alle lassen es wenig später zurück gehen. Das Restaurant schmeißt es dann weg. Eine unglaubliche Frechheit die mir erst mal die Laune versaut. Wir sprechen ein Pärchen hinter uns an ob sie den Mann nicht gesehen haben oder ihren fast vollen Beilagensalat noch essen wollen. „Er wollte doch nur ein paar Euro für Schnaps, das unterstützen wir nicht“ war die Antwort. Falsch interpretiert würde ich mal sagen. Als wir gehen sind die beiden am Diskutieren und wir hoffen das diese Begegnung ihr Bewusstsein Positiv verändert hat.
Tina hat Feierabend und diesen Zelebrieren wir mit der zuvor gekauften Flasche Wein. Sie wohnt in einer kleinen aber sehr gemütlichen Wohnung in der Nähe des Wiener Naschmarktes. Aus ener werden schnell drei Flaschen und als wir uns immer noch nicht entscheiden können ob wir fahren oder bleiben, schlägt Tina eine Party vor. Pratersauna heißt der Club. Doch leider geht es Tony nicht gut, seid Jahren leidet er an Diabetes und hat seine Nachtspritze beim Boot gelassen. Ich telefoniere mit einer Nachtapotheke und die freundliche Frau am anderen Ende der Leitung sagt mir den Preis für die eigentlich Lebensnotwendige Spritze: 96€ soll sie kosten. Frechheit, für ein so wichtiges Medikament. Tony geht es schon wieder besser und er sagt das wir diese Spritze auf keinen Fall holen sollen. Er bleibt mit Browny zusammen in der Wohnung und beide passen aufeinander auf.
Wir fahren in Richtung Prater, aber wo ist diese Sauna? Vorbei an lästigen halb nackten Bordsteinschwalben die gerade Hauptarbeitszeit haben und uns den Weg nur sagen wollen wenn wir 30€ für einen Blowjob bezahlen geht es durch einen Parkt und bald stehen wir vor der Pratersauna. 15€ wollen sie für den Eintritt, aber nicht mit uns denken wir und suchen nach einem alternativen Weg. Wenig später stehen wir auf dem Dach des Clubs und blicken auf etwa 4500€ tanzendes Eintrittsgeld. Auf der Rechten eine große Bar und auf der Linken ein einladender Pool der allerdings mit einem Bauzaun abgesperrt vom Clubbereich ist. Wir befinden uns auf der Seite des Pools und müssten eine vier Meter Lange Sicherheitszone überbrücken um in der Menge unterzugehen. Keine Chance also warum nicht das beste daraus machen. Ich ziehe meine Klamotten aus und tauche in das beheizte Wasser des Pools während Wu die Aufregung nutzt um unbemerkt über den Zaun zu klettern. Ich werde natürlich rausgeschmissen noch bevor ich meine Sachen wieder anziehen kann. Wir Lachen bis uns der Bauch weh tut und erst auf dem Weg zum nächsten Club bemerke ich das mir die Kontaktlinsen fehlen. Der Rest der Nacht ist daher sehr verschwommen. Das „Flex“ hat noch offen und ist deutlich mehr nach unserem Geschmack. Vor allem weil es keinen Eintritt mehr verlangt.
Den Heimweg finden wir nur weil Wu ein Foto von Tinas Haustür gemacht hat. Tony geht es gut und wir alle schlafen auf einer Matratze wie Steine. Ein unvergesslicher Tag, Nacht, Morgen.

mehr lesen...

zuklappen

Reisebericht 17:

Tag 13 - 26.07.2012 - Duschen in Wien

Tony weckt mich weil er nach dem Spazieren gehen mit Browny den Schlüssel nicht mehr aus der Tür bekommt und ihn nicht abbrechen will. Gemeinsam schaffen wir es. Eine heiße Dusche wird in letzter Zeit immer mehr zum Luxus, also beeile ich mich nicht damit fertig zu werden.

Wenig später wecken wir Wu aus dem Koma und kurz bevor wir vier die Wohnung verlassen wollen kommt Tina. Sie ist Fit und aufgedreht wie immer und nachdem wir ihr von unserer Nacht berichtet haben, brechen wir auf. Frühstück gibt es im gehen, diese Stadt färbt ab. Keine schöne Sache.Tina geht zur Arbeit und als wir wenig später am Bahnhof sitzen drängt sich die Frage auf welcher Wochentag Heute ist. Tag 13 und wir haben schon völlig die Zeit vergessen. Sicher geben wir vier ein witziges Bild ab, zwischen den ganzen traurigen Gesichter die sich auf einen weiteren Tag im Büro freuen.
Die letzte Nacht hängt uns allen in den Knochen und als wir gegen vier an unseren Zelten ankommen und feststellen das noch alles da ist, beschließen wir Heute nicht weiter zu fahren. Ich persönlich schlafe direkt am Strand auf einer Decke ein.

mehr lesen...

zuklappen

Reisebericht 18:

Tag 14. - 27.07.2012 - I love you Miska

Noch vor 6 Uhr geht es los. Im Donauführer steht wir sollen den Kanal benutzen, dieser aber wegen der großen Ausflugsdampfer nur von 7:00 – 9:30 zu befahren ist. Für die etwa 17Km brauchen wir Dank guter Strömung etwa 1,5 Stunden.

Endlich an der Schläuse angekommen wird uns gesagt das wir erst gegen 9 Uhr passieren dürfen. Komische Zeiten haben sie hier in Österreich, denken wir und beschließen die Stunde bis dahin nicht zu warten. Zwar fahren wir nun durch ein sehr uninteressantes Stück Industriegebiet sind aber insgesamt doch schneller an der nächsten Umtragestelle.
Nun liegen wir nicht weit entfernt vom Flughafen an Land und entgehen der Mittagssonne in dem wir im Schatten eines großen Baumes liegend, Postkarten an die lieben zuhause schreiben. Als wir später am Tag anlegen um diese zu Post zu bringen, finden wir zwar keine aber ein älteres Ehepaar biete an sie für uns einzuwerfen. Der Mann besteht darauf mir auf den Cent raus zu geben.
Die Strömung treibt uns Heute gute 70Km und bevor wir uns versehen sind wir schon in der Slovakei.
An einem Haus steht in großen Buchstaben umrahmt mit einem schiefen Herz „I Love you Miska“ Wir machen rast an Km 1873 und beschließen aufgrund der Traumhaften Lage zu bleiben.
Browny spielt im Sand und verhält sich wie am ersten Tag auf Korsika. Tony macht so schnell ein Feuer das ich noch nicht mal das Boot ausgeladen habe. Ich glaube wir haben zu viel Gepäck. Die Mückennetze kommen endlich zum Einsatz und wir essen zur Abwechslung mal Reis mit Zwiebeln und Knoblauch. Frauen kommen hier Heute sicher nicht mehr vorbei.

mehr lesen...

zuklappen

Reisebericht 19:

Tag 15 - 28.07.2012 - Der Stausee

Der Tag beginnt mit einem Bad in der Donau, egal wie kalt danach ist einem immer warm und man ist wach. Der Reis schmeckt auch zum Frühstück noch. Auf geht es nach Bratislava !!!

Die beiden anderen machen sich auf den Weg um essen und Getränke zu kaufen und ich treffe beim warten auf einen Trainer für Kajak Fahrer. Leider verstehe ich kein Wort Slowakisch, aber er dafür Englisch. Er sagt es sind etwa 200Km bis Budapest und ein Freund von ihm ist mit dem Kajak Heute Morgen dahin aufgebrochen. Der Einkauf fällt mal wieder großzügig aus, es gibt gutes Brot, Käse,Wurst und Butter, sowie Nudeln, Reis und Gemüse. Wir essen Pastrami Sandwich, mit warmen braten und dazu gibt es Pivo aus Pilsen.
Ab hier beginnt der Donau Führer etwas kompliziert und undeutlich zu werden, worauf hin wir beschließen einfach drauf los zu fahren. Mit dieser Technik sind wir schließlich bis hier her immer gut gefahren. Von allen Seiten winken uns die Menschen aus Bratislava zu, während wir gegen die immer größer werdenden, vom Wind aufgebauschten Wellen kämpfen die gegen unser Kanu knallen. Der Strom wird immer geringer desto näher wir dem Stausee kommen und von einer Sekunde auf die andere sind wir mittendrin. Nur noch Wasser wohin man sieht. Ab und zu ragen alte Baumstümpfe rechts und links von uns aus der Spiegelglatten Oberfläche des aufgestauten Sees. Riesige Schwärme von Vögeln und Störchen, nisten im Schilf und wir haben keine Ahnung wohin wir müssen. Alles sieht gleich aus und weit draußen am Horizont ist der Himmel mit dem Wasser verschmolzen. Wo müssen wir nur hin um das Boot um zu tragen?
Im See selbst herrschen zu große Wellen als das wir Kreuzen könnten. Zusätzlich rasen, Jet-Skis, Motor Jachten und Lastschiffe kreuz und quer durchs Bild und wir mitten drin. An einer kleinen Abtrennung aus Steinen machen wir halt und verschaffen uns einen Überblick.
Wir müssen rudern wie noch nie um die etwa 200 Meter zu schaffen die uns in einer Schneise vom schützenden Festland trennen. Jeder Zeit könnte von Links oder Rechts ein größeres oder schnelleres Schiff kommen. Wir schaffen es schließlich völlig erschöpft und einem Sonnenbrand nahe ans andere Ufer. Nur noch schnell um-tragen und dann weiter auf der ruhigen, unberührten, alten Donau.
Wenn ich mich jemals über die Umtragestellen Österreichs beschwert habe, dann will ich an dieser Stelle sagen das wir Dankbar sein konnten dort wenigstens irgend einen bereit gestellten Bootswagen zu bekommen. Hier in der Slowakei ist das anscheinend anders. Kein Wagen weit und breit. In der prallen Sonne, völlig erschöpft vom Stausee Marathon, müssen wir nun alles ausladen, (wir haben zu viel Gepäck dabei) und etwa 500 Meter weit tragen. Unter größter Anstrengung und mit der Unterstützung eines Hilfsbereiten Slowaken schaffen wir es bis zum Alt Arm der Donau. Anstatt wie gewöhnlich 30min, brauchen wir fast drei Stunden.
Weitere sieben Km, treffen wir im Wasser auf Kaskaden die sich mit ohrenbetäubendem rauchen ankündigen. Zum Glück finden wir rechtzeitig den ausstieg und eine Gruppe Jugendlicher hilft uns das Boot die etwa 200 Meter zu tragen. Nudeln mit Pesto, schlafen im Zelt bei Gewitter. Welcome to Slovakia.

mehr lesen...

zuklappen

Reisebericht 20:

Tag 16 - 29.07.2012 - Pivo

Wie immer früh auf den Beinen geht es schnell weiter. Der Strom der alten Donau ist schnell genug um nicht ins schwitzen zu kommen, dafür sorgt die pralle Sonne seid Tagen ohnehin schon. Nach wenigen Kilometern beschließen wir zurasten.
Die am Rand des Flusses gelegene, einsame Bar, bietet uns Unterschlupf und zu unserer großen Freude kostet das Pivo hier nur noch einen Euro deshalb fällt dieser Bericht heute sehr knapp aus.

Reisebericht 21:

Tag 17 - 30.07.2012 - Herbert Goldkettchen

Die Mücken haben uns die ganze Nacht geplagt. Selbst durch eine winzige Öffnung am Reißverschluss kommen sie herein. Kaum draußen ist es beinahe unmöglich seine morgen Toilette ohne 20 Stiche am Hintern zu verrichten. Schnell alles ins Kanu und weg von den Biestern.

Nur wenige Km später treffen wir wieder auf die von der Schifffahrt befahrene Donau und von hier aus sind es noch 1800 km bis zum Delta der Black Sea. Bei Km 1791 legen wir auf Ungarischer Seite an einem Sandstrand an . Hier liegen eine viel zahl Kanus, Kajaks und improvisierte Flöße aus zwei Kajaks mit Bierbänken dazwischen. Die Besitzer begrüßen uns herzlich in einer gemütlichen Bar. Etwa 25 Leute die jedes Jahr von Bratislava nach Budapest fahren. Gute Atmosphäre, gute Leute, gute Bier, hier sind wir richtig.
Der Besitzer der Bar erzählt in gutem Deutsch das sein Sohn gemeinsam mit zwei Freunden in Sambia bei einem Hilfsprojekt mitwirkt. Sie Organisieren unter anderem das errichten von Brunnen und unterrichten Kinder im verstehen von Landwirtschaft. Lange reden wir über das Leben, die Menschen und das Land.
Als die vielen Sympathischen Kajak fahren schon längst wieder unterwegs sind und wir auf unser essen warten, steigt der Deutsche Herbert aus seinem Mercedes gefolgt von einem fetten Schwager, dessen Frau und zwei Kindern. Herbert sieht nach Kohle aus, zumindest nach so viel das man in Ungarn auf dicke Hose machen kann. Irgendwie ein trauriges Bild, aber wir werden später auf unserer Reise noch viele „Herberts“ sehen...
Wir verabschieden uns und fahren etwa 20km weiter, gehen dann an einem Strand kurz vor einer Ungarischen, auf der einen und einer Slowakischen Stadt auf der anderen Seite, an Land und beschließen Einkaufen zu gehen. Als die beiden zurück sind, erzählt Tony das drei Jungs ihm Essen und eine Flasche Wasser geschenkt haben weil er mit samt Hund vor dem Riesen Einkaufszentrum sitzend, wohl eine sehr bedürftige Figur abgegeben haben muss.
Beim Nudeln kochen geht das Salz auf und wir brauchen uns nun erst mal keine Sorgen um unseren Salzhaushalt im Körper zu machen. Die Dorfjugend fragen wir nach einer Bar, doch sie schicken uns nur wieder zum „Tesco“ Einkaufszentrum das anscheinend 24h offen hat. Der Anführer der kleinen Gang, kaut ununterbrochen Sonnenblumenkerne und sein auftreten wird für uns bald zum rundging gag.
Browny ist mittlerweile ein guter Wachhund, das Problem ist nur er bellt die ganze Nacht, ein und den selben Angler an. Überhaupt bellt er alles und jeden an der zu nahe an uns ran kommt. Nahe kann in dem Fall auch schon mal ein Boot sein das etwa 100 Meter entfernt vorbeifährt. Der Tag endet mit einer gemütlichen Nacht unter Sternen.

mehr lesen...

zuklappen

Reisebericht 22:

Tag 18 - 31.07.2012 - Brüder

Tony und ich sind früh unterwegs und schlendern durch die Ungarische Stadt Komarom auf der suche nach Postkarten und Sonnenschutzcreme. Als wir endlich welche finden muss ich Euro in Forint wechseln um diese zu bezahlen und wir beschließen auch noch in die Slowakische Stadt Komaron zu fahren um dort Briefmarken zu besorgen. Wir wollen unseren Lieben zu hause eine Karte aus jedem Land schicken und die Slowakei ist bald schon wieder durchquert.

In einer kleinen, gemütlichen Bar finden wir Internet und lassen uns fangen. Ein Pivo nach dem anderen bis ich fast nicht mehr stehen kann. Wir alle haben gut einen sitzen und während ich Döner für alle kaufe sagt Tony zu Wu „Mit euch macht Reisen keinen Spaß“ Plötzlich ist er weg. Wir können gar nicht so schnell schauen wie er hinter einer Gasse verschwunden ist. Uns bleibt nichts anderes übrig als nach ihm zu suchen, beschließen dann aber nach einer weile das es wohl am besten ist zum Boot zu gehen um dort auf ihn zu warten.
Er ist schon am Steg und auf meine Frage hin was der Scheiß soll entwickelt sich eine anscheinend längst überfällige Prügelei. Fäuste fliegen und wir raufen uns recht heftig. Wu ist bemüht uns auseinander zu halten und es gelingt ihm schließlich uns beide zu trennen. Als wir uns wenig später wieder beruhigt haben und über die Worte nachdenken die gefallen sind, kommt zu allem Überfluss auch noch die Polizei in voller Montur um sich unsere Personalien geben zu lassen. Zum Glück spricht Wu ein wenig Französisch und kann so die Situation verständlich machen. Sie lassen uns ziehen und beenden ihren Einsatz mit der Belehrung das wir auch gerne eine Nacht im Slowakischen Knast verbringen könnten.
Tony packt seine sieben Sachen und verabschiedet sich. Ich hatte im Streit gesagt das er verschwinden soll und auch wenn das nicht ernst gemeint war ist nach so einem Streit ein Leben auf engem Raum erst mal undenkbar. Eine traurige Entwicklung. Wu bringt ihn zum Bahnhof und hilft den richtigen Zug nach Budapest zu finden. Spät in der Nacht bekommen wir eine SmS das er nun am Flughafen ist und nach München fliegen will.
Die Worte die wir uns an den Kopf geworfen haben werden nur schwer zu vergessen sein, im Moment fühlt es sich an als hätte ich meinen kleinen Bruder verloren. Dabei wollte ich ihn auf diese lange geplante Reise mit nehmen um wieder mehr ein Teil seines Lebens zu werden und ihm zu zeigen das jeder Tag ein Geschenk ist. Hoffentlich kommt er gut in München an und begegnet auf diesem Weg Menschen die ihm helfen.

mehr lesen...

zuklappen

[1]

[2]

[3]

[4]

Über uns !

Marcel Faupel

geb. 28.05.86 in Potsdam.
Berufe: Tauchlehrer / Handwerker.
http://www.facebook.com/marcel.faupel

Aktivitäten in meiner Freizeit:

Angefangen hat alles mit unserem YouTube Channel ''GumpenHupfa'' durch den das Bergsteigen, Fluss Wandern und Filmen sowie die Bearbeitung der Videos zu einer Art Leidenschaft für mich geworden ist...

weiteres

prägend für die Idee ohne Geld um die Welt zu reisen,
war ein Urlaub auf Korsika, ein Festival in Ungarn und die Tatsache das mein Dörfchen kein Spielraum für Erfolg, Kreativität und gute Laune lässt.

Daniel (Wu)

geb. 2090 in Bayern.
Berufe: Informatik Student / Handwerksgehilfe :)
http://www.facebook.com/wumuckl <-- schwierig hatte evtl. vor mein profil zu löschen aber probiert es ruhig vielleicht gibt es es immer noch
wumuckl@yahoo.de

Aktivitäten in meiner Freizeit:

Alles was man in den Bergen machen kann, also bergsteigen, snowboard- oder skifahren, klettern oder halt auch mal nur n paar tage an ner hütte sein. So wie so alles was man draussen machen kann; Fahrradfahrn an See oder so was. Außerdem fahre ich schon immer gerne in den Urlaub, überallhin :DDDD
Ansonsten bastel ich gerne an Computern rum, egal ob an der hard- oder der software.
(Mein Tip für euch: löscht Windows und installiert Linux)

Browny Braunbär

geb. 28.07.11 in Porto Vecchio.
Berufe: Streuner / YouTube Star.
http://www.facebook.com/browny.braunbar

Aktivitäten in meiner Freizeit:

Ich mag Basketbälle, Tischtennisbälle, Fussbälle, Gummibälle und sonst jede Art von Bällen.
Gerne aber auch Socken, Schuhe und Shirts weil die so lecker sind. Ansonsten bin ich gern in Feldern unterwegs und such Mäuse.
Manchmal lauf ich Stundenlang Vögeln hinterher und spiel mit Hühnern und Enten bis sie kaputt sind.

weiteres

für mich war es sehr schwer vom Französisch auf Deutsch umzuschalten,
weis jetzt aber schon das Nein - "Ja" und Bleib - "lauf los" bedeutet.
Menschen finde ich sehr witzig, auch wenn die irgendwie langweilig sind.